Sonntag, 13. April 2014

Kein Platz für die Liebe

In meiner Heimatstadt wird jetzt Klartext geredet.
Einer ursprünglich kreativen Idee folgend, dürfen die Bürger bunte Kacheln mit eigener Gestaltung in der Fußgängerzone verlegen lassen. Der Gemeinderat hat jetzt die Weiterführung dieser Idee genehmigt.

Aber nicht ohne Auflagen. Die Verwaltung möchte die „Würde des öffentlichen Raums ... wahren und die von Bürgern für zwischen rund 200 und 600 Euro zu erwerbenden Fliesen nicht für Reklame, private Anzeigen, Liebeserklärungen oder andere persönliche Stellungnahmen zulassen, wie die Stadtzeitung beflissen zitiert.

Kein Platz für die Liebe also! Wäre ja noch schöner, mitten in der Stadt. liebe zahlt keine Steuern, ein anarchisches Gefühlschaos, unsachlich bis dort hinaus. Wo kämen wir denn da hin? Wenn das jeder machen würde? Es reicht schon, wenn die Emotionen im Schlosspark durchbrechen. Da setzt die Stadt ein Zeichen: Keine Liebe in der Innenstadt. Sperrbezirk!

Ganz anders in Berlin.
Dort wird der Liebe sogar ein Denkmal in der Kulturbrauerei gesetzt (leider schon ein bisserl rostig).





Montag, 10. Februar 2014

Hi-Tech hat hier Tradition

Holger Kujath, erfolgreicher Unternehmensgründer (www.knuddels.de), gibt sein Wissen und seine Ideen im CyberForum an junge Unternehmer weiter. Aber ab und zu leistet er sich auch einen Spass: Heute hat er seinen neuen TESLA S vorgeführt. Friedrich Hoepfner gehört zu den Bewunderern dieses hi-tech-Geschosses (keine Angst, die Batterien reichen für über 400 km). Ein Spass ist das geräuschlose Fahren allemal - aber vielleicht sogar vernünftig? Schliesslich kann man den Tesla mit Solarstrom aufladen.
Einen Auspuff hat der Wagen nicht.



Samstag, 4. Januar 2014

Ausblick 2014


In der Pause bis Dreikönig ist es wie im Theater: Man trinkt etwas, macht ein bisserl Smalltalk und hofft, dass der nächste Akt interessant wird. So zeigt der Ausblick 2014 hier auch einen Silberstreif am Horizont, immerhin.
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Freitag, 3. Januar 2014

Neujahr



Neujahr - jetzt ist die Zeit, in der man überlegen kann,
wofür man im neuen Jahr Zeit hat.
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Donnerstag, 2. Januar 2014

Eine Leistung

Cyril Northcote Parkinson

Die Post ist eine Institution zur verteuerten Verlangsamung der Briefzustellung mit dem Ziel der Selbstabholung gegen zehnfache Gebühr.
Am Sonntag, den 22.12.2013, hatte ich endlich Zeit, das Test-Heft zu lesen. 80 Fernsehgeräte im Vergleich. Da wird auch einer für mich dabei sein. Die angenehme Überraschung: Das Gerät, das ich sowieso kaufen wollte, hat gut abgeschnitten. Da ich schon einmal beim Bestellen war, orderte ich gleich auch noch ein Fotobuch bei Epubli und ein paar schicke Wohnaccessoires bei Urbanara.
Die erste Überraschung fand sich eine Stunde später in meinem Postfach: Urbanara erklärte, die Ware sei verpackt und werde an den Logistiker DHL übergeben. Die gute Deutsche Post also! Später meldete dann Epubli, das Buch sei gedruckt. Ich könne die Sendung bei DHL nachverfolgen. Am nächsten Morgen meldete Redcoon, das Fernsehgerät könne man bei DHL nachverfolgen... Das war am 23.12. Tatsächlich kamen alle drei Sendungen am 24.12.2013 an. Alle Achtung vor dem Management dieser Firmen, die ihre Prozesse so perfekt organisiert haben, dass sie auch kurz vor Weihnachten binnen Stunden lieferfähig sind – und vor den Mitarbeitern, die da mitspielen und damit den beispiellosen Boom des Internethandels ermöglichen. Aber noch mehr Achtung gebührt der Deutschen Post.
Wenn man die zwei früheren Staatsbetriebe Post und Bahn vergleicht, dann ist der Chef der Bahn ungleich häufiger in der Presse zu hören. Zugausfälle, Verspätungen, Wartungsprobleme, die Auslieferung neuer Züge wird durch eine Behörde bis auf weiteres verzögert, der Börsengang ist irgendwie gar nicht mehr auf der Tagesordnung usw. Da gibt es viel zu berichten und viel zu entschuldigen. Von der Post hört man aber eigentlich wenig. Kein Wunder, denn da scheint alles zu laufen. Ich täte es dem Postchef aber schon gönnen, dass er sich mal vor die Presse stellen darf und erzählen, wie viele Päckchen er im Weihnachtstrubel pünktlich hat ausliefern lassen und wie es möglich war, eine Behörde so umzubauen, dass sie in der Marktwirtschaft ohne Skandalmeldungen funktioniert. Vielleicht hat er auch Glück gehabt durch den Boom der Logistik? Und der Börsengang – ja, der hat längst stattgefunden.

Da sieht man mal, was deutsche Ex-Staatsdiener erreichen können, wenn Herr Wowereit NICHT im Aufsichtsrat ihrer Firma sitzt! Übrigens sagte Östereichs Oberchef Androsch zum Thema: "Die Post kann nichts dafür. Die wurde ausgeraubt!"

Dienstag, 31. Dezember 2013

Nebel




Nebel und Regen

Herbstende, Winter, Frühlingsschlamm und Regen,
Euch stillen Zeiten schlägt mein Herz entgegen,
Der kalte Dämmer eures Nebelgrau's
Umhüllt wie Bahrtuch mich und Totenhaus.

Wenn eisige Winde durch die Ebnen fegen,
Die Wetterfahnen kreischend sich bewegen,
Dann breitet, wilder als im Lenzgebraus,
Die Seele ihren Rabenfittich aus.

Denn nichts ist süsser für ein Herz voll Trauer,
Auf das der frostige Reif sich niedersenkt,
Ihr bleichen Himmel, unsrem Land geschenkt,
Als eurer ewigen Dämm'rung fahler Schauer.

Wenn nicht zu zwei'n in mondlos stiller Nacht
Wir Brust an Brust den Schmerz zur Ruh gebracht.

Charles Baudelaire, aus: Die Blumen des Bösen